Neues aus dem Presbyterium

Bevor ich zum Presbyter gewählt wurde, habe ich mich oft gefragt: Was machen die da eigentlich immer bei ihren stundenlangen Sitzungen jeden Monat? Zwinker Für alle, denen es ähnlich geht, haben wir eine ständige Rubrik im Gemeindebrief geschaffen: „Neues aus dem Presbyterium“ fasst regelmäßig zusammen, was uns die letzten Monate so alles beschäftigt hat. (MSL)

Sommer 2017

174_5002_rgbNun ist es also amtlich: Im August fängt Pfarrerin Andrea Ehrhardt bei uns in Altenkirchen an und schließt die Lücke, die Pfarrer Brückner vor jetzt schon zwei Jahren hinterlassen hat. Die Freude ist groß, zumal wir ja unsere neue Pfarrerin schon bei vielen Gelegenheiten beschnuppern konnten und kein Zweifel daran besteht, dass sie sehr gut zu uns passen wird. Wir freuen uns auf Sie, Frau Ehrhardt!

Eine dieser Gelegenheiten war die zweite dieser fantastischen Luther-Wanderungen, die der Kollege Friedhelm Adorf erfunden und organisiert hat. Alle zwanzig Teilorte, Dörfer und Weiler der Kirchengemeinde wurden an sechs Frühlingssonntagen hintereinander besucht und niemand hat auch nur einen einzigen Tropfen Regen abbekommen – das ist im Westerwald doch wirklich eine gute Nachricht, oder?

Eine eher traurige Nachricht ist, dass Frau Scharbert, unsere freundliche Küsterin, im Herbst leider aufhören wird. Wir suchen also eine Nachfolgerin/einen Nachfolger, der oder die dieses schöne und wichtige Amt übernehmen möchte. Haben Sie Zeit? Oder kennen Sie jemanden?

Die Arbeit mit Konfirmandinnen ist in einer Kirchengemeinde eine der wichtigsten überhaupt. Wer sollte sonst die Gemeinde von morgen bilden? Um Jugendlichen, die sich für diesen Unterricht entschieden aben, optimal zu begleiten, haben wir uns mit fachlicher Unterstützung auf den Weg zu einem neuen Konzept gemacht. Erste Ergebnisse gibt es vielleicht schon im Herbst, wir halten Sie auf dem Laufenden.

Das Luther-Jahr geht zu Ende – was höre ich da, „endlich“? Na ja, ein Höhepunkt kommt ja noch: Der bundesweit arbeitsfreie Reformationstag am letzten Oktobertag. Statt Ausschlafen: Herzliche Einladung zu einem festlichen Gottesdienst mitten in der Woche!

Und bis dahin bleibt mir nur noch, Ihnen schöne Ferien zu wünschen: Machen Sie‘s gut!

Frühjahr 2017

ntugoWenn Sie diesen Gemeindebrief in Händen halten, ist vielleicht alles schon in trockenen Tüchern: Wir haben eine Kandidatin für unsere vakante Pfarrstelle! Nachdem sie uns in den vergangenen Wochen schon das eine oder andere Mal sozusagen inkognito besucht, den Konfis beim Fußballspielen zugesehen und den robusten Gitarrensoli der Kirchenband sowie den Sphärenklängen der Kantorei und des Posaunenchors gelauscht hat, scheint sie sich weiterhin vorstellen zu können, bei uns anzufangen. Drücken Sie die Daumen!

Das wäre doch was, wenn unsere Pfarrstellen wieder komplett besetzt wären, wenn auch nur mit insgesamt 2 1/4 Stellen. Das bedeutet für uns im Presbyterium, dass wir zusammen mit allen drei StelleninhaberInnen darangehen müssen, die Aufgaben neu zu verteilen und vielleicht auch auf die wesentlichen Bereiche zu konzentrieren.

Das Reformationsjubiläum kommt ja ein wenig zäh aus dem Quark, aber die ganz großen Events kommen auch erst noch (Christusfest in Koblenz, Kirchentag in Berlin und Wittenberg, der bundesweite Feiertag im Oktober). Als wir überlegt haben, welche Veranstaltungen in unserer Gemeinde dazu passen würden, kam die Idee auf, bei den katholischen Geschwistern von St. Jakobus anzufragen, ob wir uns nicht mit einem Stand auf deren Pfarrfest am 25. Juni beteiligen dürfen. So könnte man das Verbindende zwischen den beiden Konfessionen betonen und noch einmal unterstreichen, welch gutes ökumenisches Verhältnis wir in der Stadt erreicht haben. Herzliche Einladung also zum gemeinsamen Feiern! Auch der ökum. Kinderchor wird da sein und ein Musical aufführen...

Die wichtigste Meldung habe ich mir für den Schluss aufgehoben: Das Presbyterium hat sich entschieden, nach ca. 40 Jahren neue Stuhlkissen für den Besprechungsraum anzuschaffen. In Zukunft werden die Beschlüsse also noch besser, sitzen wir doch demnächst alle viel weicher...

Winter 2016/17

LutherzitatDas Luther-Jahr beginnt! Die protestantische Welt ist im Ausnahmezustand, ein wahres mediales Feuerwerk wird abgebrannt werden und Sie werden es schon bald nicht mehr hören können. Ja, vor 500 Jahren hat ein kluger Theologe einiges Sinnvolles gegen den verkrusteten Apparat der Amtskirche zu sagen gehabt. Eine eigene Konfession wollte mein Namenspatron damit aber als Letztes einführen. Und so manches, was er gegen Kirchenleute, Juden, Homosexuelle oder aufbegehrende Bauern gehetzt hat, lässt ihn in keinem guten Licht erscheinen. Gerade gegenüber unseren katholischen Geschwistern wollen wir daher im kommenden Jubiläumsjahr nicht das Trennende, sondern das Verbindende betonen und miteinander so manches Ereignis begehen und feiern!

Etliche Zitate von Herrn Luther sind ja in den deutschen Sprachschatz aufgenommen worden und die schönsten wurden überall im Gemeindebrief „versteckt“. Das auf dieser Seite beispielsweise habe ich mir als Amateurkoch ausdrücklich gewünscht...

Waren Sie Erntedank in der Kirche und haben den neuen Ökum. Kinderchor singen hören? Endlich gibt es wieder ein solches Angebot in unserer Gemeinde, es wird gemeinsam von Thorsten Schmehr, dem katholischen Kantor, und Renata Eicker aus der „Arche“ geleitet. Lassen Sie sich den nächsten Auftritt möglichst nicht entgehen!

Nachdem Alexander Kuhlo im Sommer nach einem fröhlichen Abschiedsfest ins Ländle abgereist ist, läuft derzeit die Ausschreibung für die Kantorenstelle, die wir uns weiterhin mit dem Kirchenkreis teilen werden. Je nachdem, wer sich meldet, können wir uns vielleicht schon Anfang 2017 über eine NachfolgerIn freuen.

Ja, die jetzt schon lang anhaltende Vakanz auf der ersten Pfarrstelle macht uns allmählich Sorgen. Leider hat sich seit Frühjahr kein neuer Kandidat oder Kandidatin bei uns gemeldet. Wenn es vielleicht auch nicht viel nützt, möchte ich aber doch an dieser Stelle den beiden TheologInnen, die schon geraume Zeit die Arbeit von dreien zu zweit machen, mal unseren ganz besonders herzlichen Dank aussprechen!

Frühjahr/Sommer 2016

GlücklichApril, April, Fehlalarm, alles zurück auf Los! In letzter Minute hat die Pfarrwahl im April dann doch nicht stattgefunden, es waren uns einfach die BewerberInnen ausgegangen. Warum nur will denn niemand in den schönen Westerwald ziehen? Kopfschüttelnd schrieben wir die Stelle nun eben zum dritten Mal aus und harren der Dinge, die da kommen werden.

Waren Sie an Pfingsten in der Kirche? Ebenso wie die Muku-Delegation haben Sie dann vermutlich auch gestaunt, welche Power der aus Kindern und Jugendlichen unserer Gemeinde bestehende Projektchor (samt Instrumentalensemble) beim Singspiel „Die drei Mutmacher“ entfesselt hat. Wieder mal eine der kaum noch aufzählbaren Aktionen, die unser Kreis- und Gemeindekantor Alexander Kuhlo in den letzten Jahren angeschoben und damit Hunderte als Mitwirkende begeistert und Tausende als Zuhörende erfreut hat.

Ob er sich gedacht hat, dass man, wenn es am schönsten ist, aufhören soll? Jedenfalls verlässt er uns in wenigen Wochen und hinterlässt eine große Lücke (schnüff)! Aber eines können wir auf jeden Fall noch tun: Ihm ein tolles Abschiedsfest ausrichten und ihn mit einer großen Portion davon verabschieden, was er am meisten liebt: Musik. Kommen Sie am Sonntag, den 17. Juli zu Gottesdienst und anschließendem „Mini-Gemeindefest“ (11-13 Uhr, es gibt auch was zu Essen und Trinken) und feiern Sie mit!

Andere Themen sind auch nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig, z.B. die gerade laufende Diskussion um das uns von der Landeskirche auferlegte Verwaltungsstrukturgesetz. Im Kern geht es darum, welche Verwaltungsaufgaben von den Gemeinden und welche vom Kirchenkreis (und mit wie viel Personal) übernommen werden sollen und daher berührt die Thematik durchaus das Selbstverständnis der Kirchengemeinden. Das Thema wurde bei der Kreissynode auf den Herbst vertagt. Mal sehen, ob es bis dahin Konzepte gibt, die allen Seiten gerecht werden.

Winter 2016

WanderwegSeit dem Wahlsonntag am 14. Februar hat das Presbyterium also eine neue Zusammensetzung – die aber zum größten Teil die alte ist. Drei haben uns verlassen, zwei kamen neu hinzu, das kann man schon als Kontinuität bezeichnen. Das Gremium ist dadurch übrigens ein ganzes Stück weiblicher (65% statt 52%) und auch ein kleines bisschen jünger (im Durchschnitt nun 58 statt 59 Jahre) geworden – na ja, da wäre durchaus noch Luft nach „unten“ gewesen...

Am Sonntag, den 13. März, werden die neuen Presbyterinnen, die wir herzlich begrüßen, feierlich in ihr Amt eingeführt. Den Ausscheidenden, die teilweise seit Jahrzehnten (Bernd Schumann) der Kirchengemeinde an dieser Stelle gute Dienste geleistet haben, danken wir ebenso herzlich.

Natürlich haben diese Wahlen uns die letzten Monate in Atem gehalten, aber ebenso auch die sicherlich noch wichtigere Entscheidung der Wiederbesetzung unserer derzeit vakanten Pfarrstelle. Drei Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich auf unsere Ausschreibung im Herbst beworben und vorgestellt, von denen einer noch im Rennen ist. An dieser Stelle darf ich ja keine Namen nennen, aber ein Geheimnis ist es eigentlich auch nicht mehr, viele kennen den Bewerber bereits und sei es von seinem Vorstellungsgottesdienst Ende Februar her, wo einige von Ihnen ja die Gelegenheit genutzt haben, sich mit ihm anschließend im Forum auszutauschen.

Die eigentliche Wahl wird nun voraussichtlich am Sonntag, den 24. April, stattfinden. Ob dann wieder, mit der doppelten „Neubesetzung“, frischer Wind in die Gemeinde einzieht und ein Ruck durch die Kirchenbänke gehen wird? Wir hoffen es sehr, mal sehen, was die Zukunft bringen wird...

Winter 2015/16

Wahrscheinlich fragen Sie sich an dieser Stelle des Gemeindebriefs: Gibt’s denn noch was anderes als Wahlen zum Presbyterium? Ja klar, wir müssen bald auch noch einen neuen Pfarrer oder eine Pfarrerin wählen! Die zweite Ausschreibung im November hat doch tatsächlich Menschen dazu ermutigt, sich bei uns zu bewerben und wir werden nun schauen, wer davon am besten zu uns passt. Sicherlich werden wir uns im Januar oder Februar auch wieder an Sie wenden und Sie zu Vorstellungspredigten in die Kirche einladen können. Bleiben Sie am Ball!

Sommer/Herbst 2015

HerbstDer Gemeindebrief (und damit diese Kolumne) umfasst dieses Mal nur zwei Monate, damit Anfang Januar 2016 die Vorstellung aller Kandidatinnen und Kandidaten der dann endgültig feststehenden Wahlliste erscheinen kann. Sogar bei der Gemeindeversammlung am 28. November können Anwesende noch zur Wahl antreten. Wenn Sie also jemand kennen, bringen Sie ihn oder sie (oder sich selbst) doch bitte mit...

Im Kirchenkreis gibt es nur noch wenige Gemeinden, die den Luxus genießen können, mehr KandidatInnen als Presbyteriumsplätze zur Verfügung zu haben. Unsere Gemeinde gehört glücklicherweise dazu und daher haben Sie buchstäblich die Wahl. Mein Wunsch wäre: Nutzen Sie die Chance. Fragen Sie nach, diskutieren Sie mit. Damit unsere Gemeinde lebendig bleibt.

Pfarrer Raimund Brückner wurde stilvoll nach 35 Jahren Dienst in und an der Gemeinde in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Wir wünschen ihm eine spannende Zeit mit wenig gesundheitlichen Problemen! Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ist leider nicht in Sicht, auf die erste Stellenanzeige hat sich niemand gemeldet. Wir versuchen es weiterhin und halten Sie auf dem Laufenden, vielleicht können wir ja im Januar oder Februar schon jemand zu einer Probepredigt einladen.

Menschen, die aus Syrien und anderen Ländern flüchten mussten und dann nach langen Strapazen bei uns ankommen, haben uns alle in den letzten Monaten wohl am meisten gedanklich beschäftigt. Für uns ist wichtig, festzuhalten, dass unsere Solidarität allen gilt, die Schlimmes durchmachen und denen, die ihnen helfen. Was auch wir tun und weiterhin tun werden, wenn wir gefragt werden oder Not sehen. Ausnahmsweise bin ich da mit der Kanzlerin mal einer Meinung: Wir schaffen das!

Und nicht vergessen, das Presbyterium lädt Sie ganz herzlich ein: Kommen Sie zur Gemeindeversammlung am 1. Advent nach dem Gottesdienst ins Forum. Wir freuen uns auf Sie!

Frühjahr 2015

WeichenEin heißes Frühjahr liegt hinter uns, eine Zeit mit schweren Entscheidungen und schwierigen Diskussionen. Als PresbyterInnen müssen wir ab und zu auch Entscheidungen treffen, die weitreichende Folgen haben können. Was ist das Beste für die Gemeinde? Wie kann ein Kompromiss gefunden werden zwischen individuellen, gemeindlichen und kreiskirchlichen Anforderungen? Wie wird die Zukunft aussehen? Niemand weiß es wirklich, aber wir müssen uns trotzdem für einen Weg entscheiden...

...und von den möglichen Alternativen wählten wir diese: Die durch den Ruhestand von Pfr. Brückner freiwerdende Pfarrstelle wurde im Amtsblatt der Evangelischen Kirche im Rheinland als 75%-Stelle (auch unsere Gemeinde wird kleiner) ausgeschrieben und schon bald werden Interessierte sich bei uns melden. Das wird auch für Sie spannend werden, denn alle BewerberInnen, die uns geeignet erscheinen, laden wir natürlich zum Kennenlernen und für Probepredigten ein. Die Termine werden wir rechtzeitig bekanntgeben, bitte kommen Sie dann zahlreich und suchen Sie mit uns zusammen die oder den Passenden für unsere Gemeinde aus!

Am Sonntag, dem 27. September, wird übrigens Pfr. Brückner mit einem großen Festgottesdienst in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, auch dazu herzliche Einladung!

Alles andere stand natürlich hinter diesem wichtigen Thema zurück. Zu berichten ist vielleicht noch, dass der Umbau des Jugendzentrums planmäßig voranschreitet und dass am 18. Oktober der kreisweite Männersonntag mit viel Prominenz bei uns stattfinden wird.

Übrigens ist auch bald schon wieder Presbyteriumswahl, Anfang Februar 2016, um genau zu sein. Wäre das eigentlich auch was für Sie? Ich hoffe nur, dass meine Berichte der letzten Jahre an dieser Stelle Sie eher dazu ermutigt als davon abgeschreckt haben...

Diese Rubrik finden Sie auch im Gemeindebrief, den Sie hier ansehen oder auch herunterladen können.

Und hier finden Sie die Kolumnen der vergangenen Jahre...