Herzlich willkommen!

Etwas anderer Gottesdienst und Adventssingen

Der Gottesdienst zum 3. Advent wird auf Samstag, 10. Dezember, um 18.30 Uhr vorverlegt. Am Sonntagmorgen findet also kein Gottesdienst in der Christuskirche statt!

197_1104Als weiteren Impuls zu den diesjährigen Menschenrechtstagen in Altenkirchen feiern wir mit den Spender:innen der Menschenrechtstafeln, dem Initiator der Aktion und dem Stadtbürgermeister einen Gottesdienst und gehen der Frage nach: Was haben die Menschenrechte mit der Hoffnung im Advent zu tun?

Am 3. Advent um 17 Uhr wollen wir uns mit viel Musik zum Singen und Hören einstimmen auf die schönste Zeit im Jahr - die Advents- und Weihnachtszeit. Unter der Leitung unserer Kantorin Hyejoung Choi haben Posaunenchor, Kantorei, ökumenischer Kinderchor und Kirchenband einiges vorbereitet und laden uns zum Mitsingen ein.

Gottesdienst zum Tag der Menschenrechte

Plakat

Unsere Adventsakzente

Adventskalender22_BANNER_mitTuerchen_Insta_1200x1200pxAdventsandachten zur Weihnachtsmarkteröffnung:
Am 26.11. um 12, 15 und 17 Uhr gibt es Musik und Texte in der Kirche

27.11., 15 Uhr: Kindertheater im MLS (Bücherei)

1., 8. und 15.12., 17 bis 18 Uhr:
Offene Kirche im Advent

3.12.: Musical Nightcastle in der Christuskirche

11.12., 17 Uhr: Adventssingen in der Christuskirche

Advents-Aktion des KOMPA:
„FAIRbrannt lecker im Advent“
Jeden Tag gibt es im KOMPA Ev. Kinder- und Jugendzentrum Altenkirchen eine leckere Spezialität in der Advents- und Weihnachtszeit. Die süßen oder herzhaften Speisen werden aus regionalen oder fair gehandelten Lebensmitteln zubereitet. Das Angebot ist kostenfrei und findet in der Adventszeit montags bis freitags ab 14 Uhr statt.

Aktionen der Arche:
Adventsspaziergang der Kinder im Stadtteil Leuzbach mit
kleinen Überraschungen für die Nachbarn.
15.12.: Adventliches Singen der Arche-Kinder im Theodor- Fliedner- Haus
18.12.: „Dem Weihnachtsgeheimnis auf der Spur“ in der Kirche

Adventsmusik in 4 Regionen

Unsere neue Kantorin Hyejoung Choi, die auch Kreiskantorin ist, wird im Advent in allen vier Regionen des Kirchenkreises vier Adventsmusiken durchführen.

Eine davon findet auch in unserer Christuskirche statt, am Sonntag, dem 11. Dezember, dem 3. Advent, um 17 Uhr: Das bekannte große gemeindliche Adventssingen, das letztes Jahr leider ausfallen musste. Alle drei gemeindlichen Ensembles, die Kantorei, der Posaunenchor und die Kirchenband sowie natürlich Kantorin Choi begleiten dabei die Gemeinde beim fröhlichen Singen vieler Adventslieder.

Adventsmusik

Der Ökum. Kinderchor lädt ein

Ökum

Der Winter ist da

Die Christuskirche wird im Winter 2022/23 nicht so warm sein wie in den vergangenen Jahren. Warum diese Maßnahme?

Auch die evangelische Kirchengemeinde muss und will ihren Energieverbrauch einschränken. Mehrere Gründe bringen uns zu dieser Entscheidung:

  • Bei weiter steigenden Heizkosten bliebe weniger Geld für andere Aufgaben der Kirche übrig.
  • Dazu kommt, dass wir als Christinnen und Christen unseren Beitrag leisten wollen, die Schöpfung zu bewahren.
  • Mit allen gemeinsam wollen wir ein Zeichen der Solidarität setzen für einen gezielten und sparsamen Verbrauch der Ressourcen.
Deshalb hat das Presbyterium nach eingehender Beratung entschieden, die Kirche nicht zu schließen, wie es auch in manchen Gemeinden geschieht, sondern sie weiterhin als Ort des Gottesdienstes, des Gebets und der Kultur offen zu halten, aber in den Wintermonaten auf eine geringere Temperatur als in den letzten Jahren zu heizen. corona_der_winter_kommt_plassmann
Wie warm muss es für uns in der Kirche sein? Was ist nötig, angenehm, gemütlich? Menschen nehmen Wärme und Kälte unterschiedlich wahr. Falls es Ihnen persönlich trotz wärmerer Kleidung im Kircheninneren zu kühl vorkommt, sprechen Sie die Küsterin oder die Presbyter:innen an, dann erhalten Sie eine Decke. Natürlich können Sie sich auch gerne ihre eigene Decke mitbringen.

Mit besten Grüßen
Ihr Presbyterium

„Komm!“ – Adventliche Variationen

Im September besuchte die Kirchenleitung unseren Kirchenkreis.

carpet-gdc3a1cb08_1920Sie wollten hören und sehen, was uns Sorgen macht, und auch wie wir mit viel Engagement an der Seite der Menschen leben und Gottes Güte und Hoffnung verkündigen. Ich erhielt ein kleines Büchlein von Präses Latzel (Bedingungslos. Vom Halt in zerbrechlichen Zeiten, 2020) mit seinen Texten. Daraus zitiere ich mit kleinen Abänderungen:

„Komm, komm, komm“ (anlockend wie bei einem Hund) – „Komm jetzt!“ (nachdrücklich, energisch auffordernd) – „Komm!“ (einladend mit weit offenen Armen) – „Ach, komm“ (resignierend, abwinkend) – Wie warten wir auf das Kommen Christi?

Romantisch stimmungsvoll mit Adventskranz-candlelight-Stimmung: „Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud“ (eg 1,4)? Oder werden wir zum protestantischen Prometheus, zum ungeduldigen Himmelsstürmer: „O Heiland reiß die Himmel auf“ (eg 7)? Machen wir asketische Übungen und Wüstenwanderung à la Johannes, dem Täufer, dem großen Christus-Warter: „Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt“ (eg 10)? Oder feiern wir im Glanz des Weihnachtswunders – mit Lebkuchen, Glühwein, Christstollen: „Tochter Zion, freue dich“ (eg 13)? Oder haben wir das Warten schon längst aufgegeben: „Was kann aus Nazareth (bzw. vom Himmel) Gutes kommen“ (Joh 1,46)?

Wenn ich (Latzel) für mich den Advent mit einem Wort, einem Gefühl beschreiben soll, so ist dies: Unfertig sein. Erlöst von jedem selbstgewählten oder fremd auferlegten Perfektionismus. Wie könnte ich schon fertig sein, wenn Christus erst noch wiederkommt?

Jeder Perserteppich, so sagt man, hat als Erkennungszeichen zumindest einen Webfehler. Ein Hinweis darauf, dass Gott allein vollkommen ist. Ich knüpfe meinen großen Lebensteppich mit schönen Mustern, Farben und Fäden – und lasse meine falschen Knoten und Webfehler Platzhalter der Güte Gottes sein, Zeichen der Sehnsucht nach der Ankunft des Gegenwärtigen. Ich bin noch nicht fertig. Die Welt ist noch nicht fertig, noch nicht die, die sein wird. Ja auch Gott ist noch nicht fertig. Er ist zwar schon der, der er sein wird. In seinem Wesen, in seiner schöpferischen Liebe. Aber er ist noch nicht fertig, weil er sich mit uns eingelassen hat - mit Adam und Eva, Maria und Josef. Gott ist noch nicht fertig, weil seine Schöpfung noch nicht so weit ist, weil wir ihm fehlen...

Zum Schluss eine der Geschichten, in der dieses unfertig sein, diese Widersinnigkeit des Glaubens eindrücklich erzählt wird (Mt 11, 2-5). Als Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hört, lässt er seine Jünger diesen fragen: Bist du der da kommen soll? Jesus antwortet: „Sagt Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen. Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt“.

Advent, das heißt: wie Johannes im eigenen Gefängnis nach dem zu fragen, der ganz anders ist, auf den wir immer warteten und der doch schon da ist, die Hoffnung nicht aufzugeben, dass die Welt, ich selbst, ganz anders werde: „Dass Blinde sehen, Lahme gehen, Taube hören, Tote auferstehen“ und an der unbegreiflichen Verborgenheit der Liebe Gottes nicht irre werden.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Adventszeit voller Segen.
Ihre Pfarrerin
Gudrun Weber-Gerhards